Viele Menschen kennen das Gefühl, bestimmte Dinge noch einmal zu überprüfen oder sich über mögliche Fehler Gedanken zu machen. Problematisch wird es, wenn Gedanken oder Handlungen immer wieder auftauchen, sich kaum noch kontrollieren lassen und beginnen, den Alltag stark zu beeinflussen.
In solchen Fällen kann sich eine Zwangsstörung entwickeln. Psychotherapie kann helfen, den Zwangskreislauf zu verstehen und Schritt für Schritt neue Wege im Umgang mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen zu entwickeln.
Zoom · 50 Minuten · 150 € pro Einheit · Termine in der Praxis in Wien sind ebenfalls möglich
Personen mit einer Zwangsstörung erleben häufig aufdringliche Gedanken, Bilder oder Impulse, die sich immer wieder in den Vordergrund drängen. Diese Gedanken werden meist als belastend oder unangenehm erlebt und passen oft nicht zu den eigenen Werten oder Absichten.
Um die dadurch entstehende Anspannung zu reduzieren, entwickeln viele Betroffene bestimmte Handlungen oder Rituale. Dazu gehören beispielsweise wiederholtes Kontrollieren, Waschen oder gedankliche Rituale.
Kurzfristig können solche Handlungen Erleichterung bringen. Langfristig verstärken sie jedoch häufig das Problem, weil das Gehirn lernt, dass nur diese Rituale die Anspannung reduzieren können.
In der Psychotherapie geht es deshalb darum, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen zu entwickeln.
Eine Zwangsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen über längere Zeit auftreten und den Alltag deutlich beeinträchtigen.
Zwangsgedanken sind aufdringliche Gedanken, Bilder oder Impulse, die immer wieder auftauchen und schwer zu kontrollieren sind. Viele Menschen erleben diese Gedanken als sehr unangenehm oder beängstigend.
Typische Beispiele für Zwangsgedanken können sein:
Um die dadurch entstehende Angst oder Anspannung zu reduzieren, entwickeln viele Betroffene Zwangshandlungen.
Diese können zum Beispiel sein:
Obwohl Betroffene häufig wissen, dass ihre Gedanken oder Handlungen übertrieben erscheinen, fällt es ihnen oft sehr schwer, diese zu stoppen.
Zwangsstörungen können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Häufig treten mehrere Formen gleichzeitig auf.
Beim Kontrollzwang erleben Betroffene starke Zweifel, ob bestimmte Handlungen richtig ausgeführt wurden.
Typische Beispiele sind:
Oft besteht die Angst, durch einen Fehler großen Schaden zu verursachen.
Beim Waschzwang steht die Angst vor Verunreinigung oder Krankheit im Mittelpunkt.
Betroffene waschen sich häufig sehr oft die Hände oder reinigen Gegenstände immer wieder.
Diese Rituale können viel Zeit in Anspruch nehmen und den Alltag erheblich einschränken.
Manche Menschen erleben vor allem aufdringliche Gedanken, ohne dass sichtbare Rituale auftreten.
Typische Themen können sein:
Diese Gedanken lösen häufig intensive Schuldgefühle oder Angst aus.
Viele Betroffene versuchen, die Gedanken durch gedankliche Rituale oder ständiges Grübeln zu neutralisieren.
Wenn Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen Ihren Alltag einschränken, können wir in einem Online-Erstgespräch klären, welche Beschwerden im Vordergrund stehen und ob Psychotherapie für Ihre Situation sinnvoll ist.
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Zwangsstörungen entstehen in der Regel nicht durch einen einzelnen Auslöser. Meist spielen mehrere Faktoren eine Rolle.
Ein wichtiger Faktor ist die Art und Weise, wie Menschen Gedanken bewerten.
Oftmals werden ungewöhnliche oder unangenehme Gedanken erlebt. Menschen mit einer Zwangsstörung neigen jedoch dazu, solchen Gedanken eine besonders große Bedeutung zuzuschreiben.
Typische Bewertungen können sein:
Diese Bewertungen können dazu führen, dass Gedanken immer wieder überprüft oder neutralisiert werden sollen.
Gleichzeitig spielt Vermeidung eine wichtige Rolle. Wenn Rituale kurzfristig Erleichterung bringen, lernt das Gehirn, dass diese Handlungen notwendig sind, um Angst zu reduzieren.
Dadurch kann sich ein Kreislauf aus Gedanken, Anspannung und Ritualen entwickeln.
Betroffene einer Zwangsstörung erleben, dass ihre Gedanken oder Handlungen zunehmend mehr Zeit und Energie in Anspruch nehmen.
Manche Menschen verbringen täglich mehrere Stunden mit Kontrollieren, Reinigen oder gedanklichen Ritualen.
Auch Entscheidungen können schwieriger werden. Viele Menschen berichten von starken Zweifeln oder dem Gefühl, niemals ganz sicher sein zu können.
Typische Erfahrungen können sein:
Diese Prozesse können dazu führen, dass sich der Alltag zunehmend um die Zwänge dreht.
Viele versuchen außerdem, Situationen zu vermeiden, die ihre Gedanken auslösen könnten.
Langfristig kann diese Vermeidung jedoch dazu führen, dass sich der Lebensradius immer weiter einschränkt.
In der Psychotherapie geht es deshalb darum, diese Mechanismen besser zu verstehen und neue Erfahrungen im Umgang mit Zwangsgedanken zu ermöglichen.
Bei einer Zwangsstörung wird häufig ein typischer innerer Kreislauf erlebt. Am Anfang steht meist ein aufdringlicher Gedanke oder ein plötzliches Gefühl von Unsicherheit. Dieser Gedanke kann zum Beispiel die Frage sein, ob eine Tür wirklich abgeschlossen wurde oder ob etwas übersehen wurde.
Der Gedanke selbst ist häufig noch nicht das größte Problem. Entscheidend ist vielmehr, wie er bewertet wird. Wenn ein Gedanke als besonders gefährlich oder bedeutsam interpretiert wird, entsteht häufig sofort starke Anspannung.
Um diese Anspannung zu reduzieren, greifen viele Betroffene zu bestimmten Handlungen oder Ritualen. Sie kontrollieren Dinge erneut, reinigen Gegenstände oder versuchen, den Gedanken gedanklich zu neutralisieren. Kurzfristig führt das oft zu einer spürbaren Erleichterung.
Genau diese Erleichterung verstärkt jedoch langfristig den Zwang. Das Gehirn lernt, dass das Ritual notwendig ist, um mit der Angst umzugehen. Dadurch wird es immer wahrscheinlicher, dass der gleiche Gedanke beim nächsten Mal erneut starke Anspannung auslöst.
Mit der Zeit kann sich so ein stabiler Kreislauf entwickeln: Gedanke – Anspannung – Ritual – kurzfristige Erleichterung – erneuter Gedanke.
In der Psychotherapie geht es deshalb darum, diesen Kreislauf Schritt für Schritt zu durchbrechen und neue Erfahrungen im Umgang mit Gedanken und Unsicherheit zu ermöglichen.
Zwangsstörungen können mit anderen psychischen Belastungen verbunden sein. Viele Betroffene erleben zusätzlich Angststörungen, depressive Symptome oder starkes Grübeln.
Die Verhaltenstherapie gehört zu den am besten untersuchten Behandlungsformen für Zwangsstörungen.
Ein zentraler Bestandteil der Therapie ist die sogenannte Exposition mit Reaktionsverhinderung.
Dabei werden Situationen, die Zwangsgedanken oder Angst auslösen, schrittweise wieder aufgesucht – ohne die gewohnten Rituale auszuführen.
Diese Erfahrungen erfolgen immer in einem gut vorbereiteten und kontrollierten Rahmen.
Durch diese Vorgehensweise kann das Gehirn lernen, dass die befürchteten Konsequenzen nicht eintreten und dass die Anspannung auch ohne Rituale wieder nachlässt.
Mit der Zeit verlieren viele Zwangsgedanken und Zwangshandlungen dadurch deutlich an Intensität.
Neben der klassischen Verhaltenstherapie arbeite ich auch mit Elementen der Schematherapie.
Betroffene einer Zwangsstörung haben häufig sehr hohe Ansprüche an sich selbst oder erleben ein starkes Verantwortungsgefühl.
Typische Grundüberzeugungen können sein:
Solche inneren Muster können dazu führen, dass Menschen versuchen, jede Unsicherheit zu kontrollieren.
In der Therapie geht es darum, diese Muster besser zu verstehen und langfristig zu verändern.
Dadurch kann sich auch der Umgang mit Unsicherheit, Verantwortung und Fehlern nachhaltig verändern.
Patientinnen und Patienten erleben im Verlauf einer Psychotherapie häufig, dass ihre Zwänge weniger Raum im Alltag einnehmen.
Typische Veränderungen können sein:
Wichtig ist dabei, dass Veränderung meist schrittweise erfolgt.
Zwänge entwickeln sich häufig über längere Zeit – entsprechend braucht auch der Veränderungsprozess Zeit.
Viele Betroffene berichten jedoch, dass bereits kleine Veränderungen im Umgang mit Gedanken und Ritualen einen großen Unterschied machen können.
Wenn Zwänge zunehmend Zeit, Energie und Freiheit kosten, kann ein Erstgespräch helfen, die nächsten therapeutischen Schritte zu klären.
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Psychotherapie kann in meiner Praxis in Wien oder als Online-Psychotherapie per Zoom stattfinden.
Viele Menschen nutzen Online-Therapie, weil sie sich gut in den Alltag integrieren lässt und keine Anfahrtswege notwendig sind.
Die Sitzungen dauern 50 Minuten. Das Honorar beträgt 150 € pro Einheit. Je nach Krankenkasse ist eine teilweise Rückerstattung möglich.
Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, welche Form der Therapie für Ihre Situation am sinnvollsten ist.
Nein. Im Erstgespräch geht es darum, Ihre Beschwerden einzuordnen. Sie müssen keine fertige Diagnose mitbringen. Wichtig ist, dass Sie beschreiben, welche Gedanken, Rituale oder Unsicherheiten Sie aktuell belasten.
Online-Psychotherapie kann bei Zwangsstörungen möglich sein, wenn ein ruhiger und geschützter Rahmen vorhanden ist. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob Online-Therapie für Ihre Situation passend ist.
Wir besprechen, welche Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen auftreten, wie viel Raum sie im Alltag einnehmen und welche therapeutischen Schritte sinnvoll sein könnten.
Bei akuter Selbstgefährdung, konkreten Suizidgedanken oder wenn Sie sich nicht sicher fühlen, ist ein reguläres Erstgespräch nicht der richtige Rahmen. Wenden Sie sich bitte sofort an den Notruf, eine psychiatrische Ambulanz oder einen Krisendienst.
Wenn Sie ein Online-Erstgespräch zur Behandlung einer Zwangsstörung vereinbaren möchten, können Sie direkt einen Termin buchen. Die Sitzung findet per Zoom statt und dauert 50 Minuten.
Im Erstgespräch besprechen wir Ihre aktuelle Situation und klären gemeinsam, ob Psychotherapie bei Ihren Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen sinnvoll ist und welches Vorgehen zu Ihrer Situation passt.
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