Wenn du häufig an dir zweifelst, dich nicht gut genug fühlst oder dir selbst wenig vertraust, kann das den Alltag stark belasten. Vielleicht wirkst du nach außen funktionierend, verantwortungsvoll oder erfolgreich. Innerlich gibt es aber einen ständigen Druck: nichts falsch machen, niemanden enttäuschen, nicht zu viel sein, genug leisten, besser werden, sicher sein.
Selbstzweifel können sich auf viele Bereiche auswirken: Entscheidungen, Beziehungen, Arbeit, soziale Situationen, Konflikte, Schlaf, Stimmung und das eigene Körpergefühl. Oft geht es nicht nur um einzelne Gedanken, sondern um ein tieferes Muster: „Ich bin nicht gut genug.“
Online-Verhaltenstherapie kann helfen, diese Muster zu verstehen und Schritt für Schritt zu verändern. Dabei geht es nicht darum, dir einfach einzureden, dass alles gut ist. Es geht darum, den Kreislauf aus Selbstkritik, Grübeln, Anpassung, Perfektionismus, Rückversicherung und innerem Druck konkret zu erkennen — und im Alltag neue Erfahrungen aufzubauen.
Bei mir, Dr. Richard Blokesch, steht ein verhaltenstherapeutischer Zugang im Mittelpunkt: konkret, strukturiert und alltagsnah. Gemeinsam schauen wir darauf, wann dein Selbstwert besonders ins Schwanken gerät, welche Gedanken und inneren Regeln dahinterstehen und welche Veränderungen für dich realistisch und hilfreich sind.
Kurz gesagt
Online-Verhaltenstherapie bei Selbstzweifeln und geringem Selbstwert kann sinnvoll sein, wenn du dich häufig nicht gut genug fühlst, stark an dir zweifelst, sehr selbstkritisch bist, dich oft vergleichst, Bestätigung brauchst oder Angst vor Fehlern, Kritik und Ablehnung hast. Ziel ist ein stabilerer Umgang mit dir selbst — weniger abhängig von Leistung, Anpassung, Perfektion oder Zustimmung anderer.
Inhalt dieses Artikels
- Wann ist Online-Verhaltenstherapie bei Selbstzweifeln sinnvoll?
- Typische Themen: Selbstwert, Selbstkritik und innere Unsicherheit
- Der verhaltenstherapeutische Blick auf Selbstwertprobleme
- Ziele der Verhaltenstherapie
- Wie eine Online-Verhaltenstherapie ablaufen kann
- Mögliche therapeutische Schwerpunkte
- Wenn Selbstwert mit Perfektionismus verbunden ist
- Wenn Selbstzweifel zu Grübeln führen
- Wenn Selbstwert mit Angst vor Ablehnung verbunden ist
- Wenn Selbstwertprobleme mit Erschöpfung oder Depression verbunden sind
- Wenn Selbstwertprobleme Beziehungen belasten
- Vorteile von Online-Verhaltenstherapie
- Wann Online-Therapie nicht ausreicht
- Häufige Fragen
Wann ist Online-Verhaltenstherapie bei Selbstzweifeln sinnvoll?
Jeder Mensch zweifelt manchmal an sich. Nicht jede Unsicherheit ist ein psychisches Problem. Unterstützung kann aber sinnvoll sein, wenn Selbstzweifel häufig auftreten, dich im Alltag einschränken oder du das Gefühl hast, deinem inneren Kritiker kaum entkommen zu können.
Online-Verhaltenstherapie kann für dich passend sein, wenn du mehrere dieser Punkte kennst:
- Du fühlst dich häufig nicht gut genug.
- Du zweifelst stark an deinen Entscheidungen.
- Du bist sehr streng mit dir selbst.
- Du vergleichst dich ständig mit anderen.
- Du kannst Lob schwer annehmen.
- Du hast Angst vor Kritik, Fehlern oder Ablehnung.
- Du passt dich stark an, um nicht negativ aufzufallen.
- Du brauchst häufig Bestätigung, fühlst dich aber trotzdem unsicher.
- Du grübelst über Gespräche, Fehler oder Entscheidungen.
- Du fühlst dich durch inneren Druck erschöpft.
Besonders häufig treten Selbstwertprobleme zusammen mit Perfektionismus, sozialer Unsicherheit, Grübeln, Beziehungsmustern, innerer Leere, Erschöpfung oder depressiver Stimmung auf. Deshalb ist es wichtig, nicht nur einzelne Gedanken zu betrachten, sondern das Muster dahinter.
Der Einstiegsartikel zu diesem Cluster ist: Warum fühle ich mich nicht gut genug?
Typische Themen: Selbstwert, Selbstkritik und innere Unsicherheit
Selbstwertprobleme zeigen sich nicht bei allen Menschen gleich. Manche erleben vor allem ein inneres Gefühl von Minderwertigkeit. Andere bemerken eher Perfektionismus, Entscheidungsschwierigkeiten oder das Bedürfnis nach Bestätigung.
Häufige Themen in der Therapie sind:
- Geringer Selbstwert: Das Grundgefühl, weniger wert oder nicht gut genug zu sein.
- Selbstzweifel: Das eigene Urteil, eigene Entscheidungen oder Fähigkeiten werden immer wieder infrage gestellt.
- Innerer Kritiker: Eine harte innere Stimme bewertet Fehler, Schwächen und Unsicherheiten streng.
- Perfektionismus: Fehlerfreiheit und Leistung sollen Sicherheit geben.
- Anpassung: Eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt, um Ablehnung zu vermeiden.
- Rückversicherung: Bestätigung von außen wird gebraucht, um sich kurz sicherer zu fühlen.
- Grübeln: Gespräche, Fehler oder Entscheidungen werden immer wieder analysiert.
- Angst vor Ablehnung: Kritik, Distanz oder Konflikte fühlen sich besonders bedrohlich an.
Diese Themen sind häufig miteinander verbunden. Ein geringer Selbstwert kann zu Perfektionismus führen. Perfektionismus kann zu Erschöpfung führen. Angst vor Ablehnung kann dazu führen, dass du Konflikte vermeidest. Und Grübeln kann alle diese Muster weiter verstärken.
Die fachliche Vertiefung findest du hier: Geringer Selbstwert: Ursachen, Symptome und Verhaltenstherapie
Der verhaltenstherapeutische Blick auf Selbstwertprobleme
In der Verhaltenstherapie betrachten wir Selbstwertprobleme nicht nur als „negative Gedanken“. Entscheidend ist der gesamte Kreislauf: Was löst den Selbstzweifel aus? Welche Bedeutung bekommt die Situation? Welche Gefühle entstehen? Wie reagierst du? Und was passiert kurzfristig und langfristig?
Ein typischer Selbstwert-Kreislauf kann so aussehen:
- Eine Situation löst Unsicherheit aus.
- Der Gedanke entsteht: „Ich bin nicht gut genug.“
- Scham, Angst, Anspannung oder Traurigkeit treten auf.
- Du versuchst, das Gefühl zu kontrollieren.
- Du leistest mehr, passt dich an, suchst Bestätigung, vermeidest Konflikte oder grübelst.
- Kurzfristig fühlst du dich etwas sicherer.
- Langfristig lernt dein Gehirn: Ich bin nur okay, wenn ich mich besonders anstrenge oder absichere.
- Beim nächsten Auslöser beginnt der Kreislauf schneller wieder.
Der zentrale Punkt: Viele Strategien gegen Selbstzweifel helfen kurzfristig, halten das Problem langfristig aber aufrecht. Wenn du dich nur sicher fühlst, wenn du perfekt bist, wirst du immer stärker von Perfektion abhängig. Wenn du dich nur okay fühlst, wenn andere dich bestätigen, wird dein Selbstwert immer stärker von außen gesteuert.
Verhaltenstherapie setzt deshalb nicht nur bei Gedanken an, sondern auch bei Verhalten, inneren Regeln und neuen Erfahrungen.
Ziele der Verhaltenstherapie bei Selbstzweifeln und geringem Selbstwert
Ziel ist nicht, immer selbstbewusst zu sein. Das wäre unrealistisch. Auch Menschen mit stabilem Selbstwert sind manchmal unsicher, traurig, enttäuscht oder verletzlich. Ziel ist, dass dein Wertgefühl nicht jedes Mal zusammenbricht, wenn du einen Fehler machst, Kritik bekommst oder dich unsicher fühlst.
Mögliche Ziele der Verhaltenstherapie sind:
- Selbstzweifel früher erkennen.
- Den inneren Kritiker besser einordnen.
- Geringeren Selbstwert von tatsächlicher Realität unterscheiden.
- Perfektionistische Regeln lockern.
- Weniger abhängig von Bestätigung werden.
- Eigene Bedürfnisse und Grenzen ernster nehmen.
- Fehler realistischer einordnen.
- Konflikte weniger vermeiden.
- Grübeln über Gespräche und Entscheidungen reduzieren.
- Mehr Handlungsfähigkeit trotz Unsicherheit aufbauen.
Ein wichtiger therapeutischer Schritt ist, Selbstwert nicht als etwas zu behandeln, das du dir erst verdienen musst. Häufig geht es darum, alte Bedingungen zu erkennen: „Ich bin nur okay, wenn ich leiste.“ „Ich bin nur sicher, wenn niemand unzufrieden ist.“ „Ich darf nur Raum einnehmen, wenn ich perfekt bin.“
Ein stabilerer Selbstwert entsteht nicht durch perfekte Leistung, sondern durch neue Erfahrungen mit dir selbst.
Wie eine Online-Verhaltenstherapie ablaufen kann
Im Erstgespräch geht es zunächst darum, deine Situation genau zu verstehen. Selbstwertprobleme können sehr unterschiedlich aussehen. Deshalb ist es wichtig, nicht vorschnell mit allgemeinen Tipps zu arbeiten, sondern dein persönliches Muster zu erfassen.
Dabei können folgende Fragen wichtig sein:
- Seit wann kennst du Selbstzweifel oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein?
- In welchen Situationen wird dein Selbstwert besonders unsicher?
- Welche Gedanken treten dann auf?
- Welche Rolle spielen Kritik, Fehler, Ablehnung oder Leistung?
- Was tust du, um dich kurzfristig sicherer zu fühlen?
- Wie wirken sich Selbstzweifel auf Beziehungen, Arbeit und Alltag aus?
- Gibt es zusätzlich Grübeln, Angst, Schlafprobleme, Erschöpfung oder depressive Symptome?
- Was möchtest du konkret verändern?
Danach kann gemeinsam eine therapeutische Orientierung entwickelt werden. Bei manchen Menschen steht der innere Kritiker im Vordergrund. Bei anderen sind es Entscheidungsschwierigkeiten, Perfektionismus, soziale Angst, Beziehungsmuster oder Erschöpfung. Die Behandlung richtet sich danach, welches Muster bei dir besonders relevant ist.
Online findet die Therapie in der Regel per Zoom statt. Das kann besonders hilfreich sein, wenn du ortsunabhängig Unterstützung möchtest oder Termine besser in deinen Alltag integrieren willst.
Mögliche therapeutische Schwerpunkte
Verhaltenstherapie ist praktisch und alltagsnah. Sie verbindet Verstehen mit konkreter Veränderung. Je nach Situation können unterschiedliche Schwerpunkte relevant sein.
Mögliche Bausteine sind:
- Analyse des Selbstwert-Kreislaufs: Auslöser, Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen und Verhalten werden sichtbar gemacht.
- Arbeit mit inneren Regeln: Zum Beispiel „Ich darf keine Fehler machen“ oder „Ich muss gemocht werden“.
- Umgang mit dem inneren Kritiker: Die kritische innere Stimme wird erkannt, geprüft und anders eingeordnet.
- Reduktion von Sicherheitsverhalten: Rückversicherung, Kontrolle, Vermeidung oder Überanpassung werden betrachtet.
- Verhaltensübungen: Neue Erfahrungen mit Grenzen, Entscheidungen, Fehlern oder Sichtbarkeit werden schrittweise aufgebaut.
- Arbeit mit Grübeln: Hilfreiche Reflexion wird von Gedankenschleifen unterschieden.
- Stärkung von Bedürfnissen und Grenzen: Eigene Anliegen werden ernster genommen.
- Umgang mit Scham und Angst: Belastende Gefühle werden nicht vermieden, sondern besser reguliert.
Wichtig ist: Selbstwert verändert sich nicht allein durch Einsicht. Einsicht ist wichtig, aber neue Erfahrungen im Alltag sind entscheidend. Verhaltenstherapie arbeitet deshalb häufig mit konkreten Situationen aus deinem Leben.
Wenn Selbstwert mit Perfektionismus verbunden ist
Viele Menschen mit geringem Selbstwert versuchen, Unsicherheit durch Perfektionismus zu kontrollieren. Sie bereiten sich übermäßig vor, prüfen Details, vermeiden Fehler oder setzen sich sehr hohe Ansprüche.
Der innere Gedanke lautet oft: „Wenn ich alles richtig mache, bin ich sicher.“ Oder: „Wenn niemand etwas kritisiert, bin ich vielleicht okay.“
Kurzfristig kann Perfektionismus beruhigen. Langfristig macht er den Selbstwert aber abhängig von Leistung und Fehlerfreiheit. Dann reicht gut nie wirklich aus. Nach einem Erfolg kommt oft nicht Entspannung, sondern der nächste Anspruch.
In der Verhaltenstherapie kann es darum gehen, perfektionistische Regeln zu erkennen und schrittweise zu lockern. Nicht, um nachlässig zu werden. Sondern damit dein Wert nicht mehr davon abhängt, ob du alles richtig machst.
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Wenn Selbstzweifel zu Grübeln führen
Selbstzweifel führen häufig zu Grübeln. Der Kopf versucht, Unsicherheit durch Denken zu lösen. Du analysierst Gespräche, Entscheidungen, Fehler oder die Reaktionen anderer Menschen.
Typische Fragen sind:
- „Habe ich etwas falsch gemacht?“
- „Was denkt die andere Person über mich?“
- „War meine Entscheidung richtig?“
- „Warum bin ich so unsicher?“
- „Was stimmt nicht mit mir?“
Diese Fragen können sich wichtig anfühlen. Doch wenn sie immer wiederkehren und dich nicht weiterbringen, ist es wahrscheinlich keine hilfreiche Reflexion mehr, sondern Grübeln.
In der Therapie kann es darum gehen, Grübeln früher zu erkennen und den Unterschied zwischen Problemlösen und Gedankenschleife zu lernen. Ziel ist nicht, nie wieder nachzudenken. Ziel ist, nicht jeder Selbstzweifel-Frage automatisch folgen zu müssen.
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Wenn Selbstwert mit Angst vor Ablehnung verbunden ist
Bei unsicherem Selbstwert können Kritik, Ablehnung oder Distanz sehr bedrohlich wirken. Eine kurze Nachricht, ein neutraler Blick oder ein kleiner Konflikt können dann innerlich stark verunsichern.
Häufige Gedanken sind:
- „Bin ich peinlich gewesen?“
- „War ich zu viel?“
- „Mag die andere Person mich noch?“
- „Habe ich etwas falsch gemacht?“
- „Ich darf nicht auffallen.“
Dann entstehen oft Sicherheitsstrategien: zurückhalten, anpassen, viel erklären, Konflikte vermeiden, Bestätigung suchen oder Gespräche nachträglich analysieren. Kurzfristig kann das beruhigen. Langfristig bleibt aber die Angst bestehen, dass dein Wert von der Reaktion anderer abhängt.
Verhaltenstherapie kann helfen, soziale Unsicherheit, Angst vor Bewertung und selbstwertbezogene Befürchtungen besser zu verstehen und neue Erfahrungen aufzubauen.
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Wenn Selbstwertprobleme mit Erschöpfung oder Depression verbunden sind
Ein dauerhaft unsicherer Selbstwert kann erschöpfen. Wenn du dich ständig infrage stellst, innerlich kritisierst, beweisen musst oder Angst hast, nicht zu genügen, kostet das viel Kraft.
Mit der Zeit können Symptome dazukommen wie:
- Antriebslosigkeit
- Rückzug
- innere Leere
- Schlafprobleme
- Erschöpfung
- Gefühl von Hoffnungslosigkeit
- Verlust von Freude
- starke Selbstabwertung
Selbstwertprobleme sind nicht automatisch Depression. Aber sie können mit depressiver Stimmung, Burnout oder Erschöpfung zusammenhängen. Wenn du dich zunehmend leer, hoffnungslos, antriebslos oder stark belastet fühlst, ist eine fachliche Einordnung besonders wichtig.
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Wenn Selbstwertprobleme Beziehungen belasten
Selbstwert zeigt sich besonders deutlich in Beziehungen. Nähe kann schön sein, aber auch Unsicherheit auslösen. Wenn dein Wertgefühl stark davon abhängt, wie andere reagieren, können Distanz, Kritik oder Konflikte sehr bedrohlich wirken.
Typische Muster sind:
- Angst, verlassen zu werden
- starkes Bedürfnis nach Bestätigung
- Konfliktvermeidung
- Schwierigkeiten, Bedürfnisse auszusprechen
- Schuldgefühle beim Nein-Sagen
- Analyse von Nachrichten, Tonfall oder Reaktionen
- Angst, zu bedürftig oder zu viel zu sein
Verhaltenstherapie kann helfen, solche Beziehungsmuster zu erkennen. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisung, sondern um die Frage: Was passiert innerlich, wenn Nähe, Distanz, Kritik oder Unsicherheit entstehen? Und wie kannst du deine Bedürfnisse und Grenzen ernster nehmen, ohne sofort in Angst, Anpassung oder Rückversicherung zu geraten?
Die kommenden Artikel im Beziehungs-Cluster vertiefen diese Themen:
Warum habe ich Angst, verlassen zu
werden?
Warum brauche ich ständig Bestätigung?
Konflikte vermeiden:
Warum ich mich nicht traue, Dinge anzusprechen
Online-Verhaltenstherapie
bei Beziehungsmustern und Verlustangst
Vorteile von Online-Verhaltenstherapie
Online-Verhaltenstherapie kann besonders hilfreich sein, wenn du regelmäßig Unterstützung möchtest, aber flexibel bleiben willst. Viele Menschen erleben es als entlastend, therapeutische Gespräche aus einem vertrauten Umfeld heraus wahrnehmen zu können.
Mögliche Vorteile sind:
- Du kannst Termine ortsunabhängig wahrnehmen.
- Du sparst Anfahrtszeit.
- Du bist in deinem vertrauten Umfeld.
- Die Therapie lässt sich oft besser in den Alltag integrieren.
- Konkrete Alltagssituationen können direkt besprochen werden.
- Bei Selbstzweifeln, Grübeln und Perfektionismus lassen sich Übungen gut zwischen den Terminen umsetzen.
Entscheidend ist trotzdem, ob Online-Therapie für deine persönliche Situation geeignet ist. Genau das kann im Erstgespräch geklärt werden.
Wann Online-Therapie nicht ausreicht
Online-Therapie ist nicht in jeder Situation der richtige erste Schritt. Wenn du akut suizidale Gedanken hast, dich selbst gefährden könntest, dich nicht mehr sicher fühlst oder in einer akuten psychischen Krise bist, solltest du sofort direkte Hilfe suchen.
Wende dich in einer akuten Krise bitte an den Notruf, den ärztlichen Bereitschaftsdienst, eine psychiatrische Ambulanz oder eine Krisenstelle in deiner Nähe. Akute Selbstgefährdung braucht unmittelbare Unterstützung.
Bei neuen, starken oder unklaren körperlichen Beschwerden sollte medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Besonders bei Brustschmerzen, Atemnot, Ohnmacht, neurologischen Symptomen oder plötzlich sehr starken Beschwerden sollte nicht abgewartet werden.
Auch wenn starke depressive Symptome, akute Traumafolgen, Substanzmissbrauch, ausgeprägte Selbstgefährdung oder andere komplexe Belastungen im Vordergrund stehen, muss individuell geprüft werden, welches therapeutische Setting geeignet ist.
Häufige Fragen zur Online-Verhaltenstherapie bei Selbstzweifeln
Hilft Verhaltenstherapie bei geringem Selbstwert?
Ja. Verhaltenstherapie kann helfen, selbstwertbezogene Gedanken, innere Regeln, Selbstkritik, Perfektionismus, Rückversicherung, Vermeidung und Beziehungsmuster zu erkennen und neue Erfahrungen im Alltag aufzubauen.
Muss ich lernen, einfach positiver zu denken?
Nein. Es geht nicht darum, Probleme schönzureden. Häufig ist es hilfreicher, den Kreislauf aus Selbstzweifel, innerer Kritik und Verhalten zu verstehen und realistische neue Erfahrungen aufzubauen.
Ist Online-Therapie bei Selbstzweifeln sinnvoll?
Online-Therapie kann sinnvoll sein, wenn deine Situation stabil genug für ein Online-Setting ist. Im Erstgespräch kann geklärt werden, ob Online-Verhaltenstherapie passend ist und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Was passiert im Erstgespräch?
Im Erstgespräch geht es darum, deine Beschwerden, Auslöser, Selbstwertmuster, Belastungen und Ziele zu verstehen. Danach kann eingeschätzt werden, ob Online-Verhaltenstherapie geeignet ist und wie ein weiterer therapeutischer Prozess aussehen könnte.
Kann geringer Selbstwert mit Angst oder Depression zusammenhängen?
Ja. Geringer Selbstwert kann mit Angst vor Ablehnung, sozialer Unsicherheit, Grübeln, Perfektionismus, Erschöpfung oder depressiver Stimmung verbunden sein. Deshalb ist eine genaue Einordnung wichtig.
Wann sollte ich nicht abwarten?
Wenn du dich akut nicht sicher fühlst, suizidale Gedanken hast, dich selbst gefährden könntest oder in einer akuten Krise bist, solltest du sofort direkte Hilfe suchen. In solchen Situationen ist Online-Therapie nicht der richtige erste Schritt.
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- Online-Verhaltenstherapie bei Perfektionismus, Selbstkritik und innerem Druck
Weitere Informationen zu meiner therapeutischen Arbeit bei persönlichen Herausforderungen finden Sie auf meiner Schwerpunktseite: Persönliche Herausforderungen .
Fazit: Selbstwert kann stabiler werden
Selbstzweifel und geringer Selbstwert können tief belasten. Sie beeinflussen, wie du dich selbst siehst, wie du mit Fehlern umgehst, wie du Beziehungen erlebst und wie frei du Entscheidungen triffst. Häufig entsteht daraus ein Leben unter innerem Druck: mehr leisten, weniger auffallen, keine Fehler machen, Bestätigung suchen, alles analysieren.
Doch Selbstwertprobleme sind nicht einfach ein unveränderlicher Teil deiner Persönlichkeit. Oft handelt es sich um erlernte Muster aus Gedanken, Gefühlen, inneren Regeln und Verhalten. Genau deshalb können sie therapeutisch bearbeitet werden.
Online-Verhaltenstherapie kann dich dabei unterstützen, diese Muster zu verstehen und Schritt für Schritt neue Erfahrungen aufzubauen. Ziel ist nicht, immer stark oder selbstsicher zu sein. Ziel ist, dass dein Wert nicht mehr ständig bewiesen werden muss.
Über Dr. Richard Blokesch
Dr. Richard Blokesch ist Verhaltenstherapeut und unterstützt Menschen dabei, Selbstzweifel, geringen Selbstwert, innere Kritik, Perfektionismus, Grübeln, Angst, Beziehungsmuster, innere Unruhe und Erschöpfung besser zu verstehen und Schritt für Schritt mehr Stabilität im Alltag aufzubauen. In der Online-Verhaltenstherapie geht es darum, belastende Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen, innere Anspannung zu reduzieren und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
